Terrasse selber bauen - Schotter einbringen und verdichten

Nach dem Setzen der Randsteine, wird der Schotter eingebracht. Insgesamt haben wir 8  (ca. 14 t) Naturstein Schotter 0-32 mm verarbeitet. Den eigenen Bedarf an Schotter bzw. Splitt kann man ganz bequem mit einem Online Bedarfsrechner ermitteln.




Die klassische Form für einen Terrassenunterbau ist eine Drainageschicht aus Schotter (0-32 mm) sowie eine Ausgleichsschicht aus Splitt (0-5 mm).
Den Schotter haben wir mit einer handelsüblichen Schubkarre bewegt. Die Schubkarre hat ein Fassungsvermögen von ca. 80 Liter. Bei einem zu bewegenden Volumen von 8000 Liter (8 m³) sind das rund 100 Schubkarren mit einem Gewicht von 136 kg (Umrechnungsfaktor 1,7).

Vor dem Verfüllen mit Schotter sollte man unbedingt der Sitz der Noppenbahn kontrollieren. Wir mussten hier aufgrund von Beschädigung bzw. nicht bündigen Abschluss einiges ausbessern.



Im Anschluss muss der Schotter verdichtet werden, um ein stabiles und dauerhaftes Fundament für den Terrassenbelag zu gewährleisten. Für diesen Arbeitsschritt genügt eine 100 kg Rüttelplatte, wie sie in den meisten Baustoffhandlungen zum Ausleihen angeboten werden.

Wann die tragende Schicht aus Schotter im ausreichenden Maß verdichtet ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich habe gerüttelt bis der Tank leer war, allerdings nicht, weil dies unbedingt erforderlich gewesen wäre, sondern weil es mir einfach Spaß gemacht hat : )


Nach dem Verdichten der tragenden Schotterschicht wird die sogenannte Ausgleichsschicht in Form von Splitt eingebracht. Wir haben hierfür Edelsplitt mit einer Körnung von 2-5 mm verwendet. Dieser leitet aufgrund der größeren Körnung anfallendes Sickerwasser schneller ab. Splitt mit einer Körnung 0-5 mm lässt sich im Terrassenbereich allerdings genauso problemlos verwenden.

Splitt neigt zum schwimmen, dass heißt in Bereichen mit größerer Belastung wird er im Laufe der Zeit zur Seite gedrückt, was zu unschönen Spurrillen bzw. der Beschädigung des Belages führen kann. Deshalb empfiehlt man im Bereich von Einfahrten z.Bsp. eine Ausgleichsschicht von ca. 3 cm Dicke. Im Terrassenbereich sind aber aufgrund der geringen zu erwartenden Belastungen Splittschichten bis 10 cm möglich.

Fortsetzung: Verlegen der Terrassenplatten