Regenwasser Zisterne mit Dicht-Schlämme abdichten

Nachdem wir die Zisterne freigelegt hatten, um die Regenwasserzuleitungen in Stand zu setzen, habe ich mich dem eigentlichen Problem gewidmet - der undichten Zisterne.

Bei der Lieferung der Regenwasser Zisterne wurde uns empfohlen, beim Setzen Brunnenschaum zum abdichten zu verwenden. Ich war damals froh über diesen Rat und habe ihn nicht weiter hinterfragt, zumal bei den Verwendungszwecken auf der Brunnenschaum Dose genau dieser Einsatzfall angegeben war. Obwohl ich mir aus damaliger Sicht Mühe gegeben habe, den Brunnenschaum sauber zu verarbeiten (Beton befeuchtet, zwei Reihen auf die Nut aufgetragen), war das Ergebnis im Nachhinein ernüchternd.
An einer Stelle waren sogar Pflanzenwurzel in die Zisterne gewachsen.

Das richtige Vorgehen beim Setzen der Zisterne wäre gewesen, den Zisternendeckel in eine Mörtelschicht zu setzen und nach dem Setzen alle Fugen (Innen und Außen) sauber mit Mörtel zu verspachteln. Dafür war es jetzt allerdings zu spät, so dass ich mein Hauptaugenmerk auf die innere Fuge zwischen Zisternenkörper und Zisternendeckel gerichtet habe.

Im ersten Arbeitsgang habe ich die Fuge in mehreren Durchläufen mittels Bürste, Spachtel und warmen Wasser gründlich von organischen Material, Schmutz und überstehenden Schaumresten befreit.

Im zweiten Arbeitsgang habe ich die Fuge großzügig mit Mauermörtel geschlossen und dabei mein bestes gegeben, um eine annehmbare Hohlkehle auszuformen. Der Zisternendeckel neigt sich um etwa 45°, zudem ist die Zisterne rund, so dass man quasi an einer 'runden Ecke' arbeitet. Deshalb habe ich den Mörtel aus Platzgründen mit einem breiten Spachtel aufgetragen, anstatt mit einer Kelle.

Nachdem der Mörtel ausgehärtet war habe ich die eigentliche Abdichtung aus Dicht-Schlämme aufgetragen. Zum Einsatz kam Sopro DS 422 Dicht-Schlämme.



Im dritten Arbeitsgang habe ich die Dicht-Schlämme aufgetragen. Dies wird laut Verarbeitungshinweis in zwei Schritten durchgeführt. Im ersten Schritt habe ich zuerst eine dünnflüssige Schicht Dicht-Schlämme mithilfe einer Deckenbürste (Quast) als Haftbrücke aufgetragen und direkt im Anschluss die eigentliche Schicht Dicht-Schlämme, ebenfalls mittels einer Deckenbürste.


Im zweiten Schritt habe ich 2 Sunden später im Bereich der Fuge noch einmal eine Schicht Dicht-Schlämme mittels Spachtel aufgetragen. Eigentlich bin ich überzeugt, dass die erste Schicht bereits die erforderliche Dichtigkeit hergestellt hat, aber "sicher is sicher" ; )

Nach einer angemessenen Trocknungszeit habe ich die Zisterne mit Regenwasser geflutet und der Pegel liegt seit dem konstant bei 100%.