Trockenmauer aus Beton- oder Naturstein

Unser Grundstück fiel mit einem leichten Gefälle Richtung Haus ab. Natürlich hätten wir das so lassen können - Rasen drauf, Hecke drum, aus die Maus.

Da der Garten uns und unserem Nachwuchs aber in den nächsten Jahrzehnten begleiten wird, ist es sinnvoll schon bei seiner Einrichtung etwas mehr Zeit und Liebe (= Arbeit) zu investieren.
Zudem ist ein Gefälle in Richtung Haus auch aus bautechnischen Gründen nicht zu empfehlen, da das Oberflächenwasser dann stets dem Gefälle folgt und Richtung Haus fließt. Bei den immer häufiger auftretenden Starkniederschlagsereignissen kann dies über kurz oder lang zu Schäden an der Bausubstanz führen.

Aus diesen Gründen haben wir uns dazu entschlossen unser Grundstück komplett einzuebnen, mit dem Ergebnis, dass wir nun an zwei Seiten Böschungen mit Höhenunterschieden von 30 - 80 cm haben. Diese möchten wir gern als kleine Terassenstufen gestalten.
Wieder einmal standen wir vor der Wahl, denn auch in diesem Bereich gibt es eine breite Palette an Materialien und Gestaltungsmöglichkeiten.

Gabionen

Gabionen gibt es schon seit dem Mittelalter. Als Elemente für die Gestaltung von Außenanlagen im Privatbereich haben sie allerdings erst vor relativ kurzer Zeit Einzug gehalten. Sie werden im Landschaftsbau zur Errichtung von Sicht- oder Lärmschutzanlagen, zur Böschungsbefestigung und als Stützmauer (etwa als Alternative zu Trockenmauern) eingesetzt. Aufgrund ihres sehr gradlinigen Design finden sie oft Verwendung bei der Gestaltung von modernen Außenanlagen in minimalistischen Stil.

 
Ein großer Vorteil von Gabionen ist ihre Vielfalt. Sie können mit jedem beliebigen Material befüllt und somit in jede Umgebung eingepasst werden. Eine Befüllung mit Natursteinen lässt den künstlichen Metallkäfig vergessen und vermittelt mit der entsprechenden Umpflanzung eine naturnahe Atmosphäre.
 


Schalungssteine / Pflanzsteine

Schalungssteine sind die erste Wahl für eine schnell errichte, stabile und preiswerte Mauer. Die Steine werden einfach nach dem Lego-Prinzip gestapelt ggf. mit einer Stahlarmierung versehen und mit Beton ausgegossen. Das Ergebnis ist eine äußerst stabile Mauer, welche sich gut in die typische Atmosphäre eines Neubaugebiet einfügt.

Ein Nachteil dieser Mauern ist aus meiner Sicht die schnelle optische Alterung aufgrund der Beschaffenheit des Materials. Eine gute Studie ist das rechte Bild aus der EHL Musterschau in Bamberg, wobei hier die Verschmutzung durch die Bepflanzung wahrscheinlich noch beschleunigt wurde.
 


Palisaden

Palisaden sind die klassischen Allrounder, wenn es darum geht einen niedrigen bis mittel hohen Hang zu befestigen. Durch das große Angebot an verschiedenen Formen und Designs sind sie vielseitiger einsetzbar als L-Steine und trotzdem ähnlich einfach zu verarbeiten.

Aufgrund des Materials, der klaren Strukturen und der regelmäßigen Verwendung bei der Gestaltung von Innenstädten und Industrieanlagen stehen Betonpalisaden wie kaum ein anderer Baustoff für neuzeitliches Design. Dies prädestiniert sie natürlich für die Gestaltung moderner Aussenanlagen. Im gleichen Maße sind sie aber aus meiner Sicht für die Gestaltung im Zusammenhang mit historischen oder klassischen Hausfassaden (z.Bsp. Klinkerfassaden) bzw. die Gestaltung naturnaher Räume ungeeignet.


Betonsteine

Betonsteine oder auch Beton-Mauersteine gibt es mittlerweile in den unterschiedlichsten Designs. Vom einfachen Betonblock bis zum täuschend ähnlichen Mauerstein in Bruchsteinoptik - im Angebot der Hersteller ist für jeden Geschmack etwas dabei. Dabei können die Quadratmeterpreise von optisch aufwendig gestalteten Beton-Mauersteinen durchaus mit den Einsteigerpreisen im Bereich Naturstein mithalten.

Der unbestreitbare Vorteil von Betonsteinen ist, dass diese bereits ab Werk genormten Maßen entsprechen. Zeitaufwendiges sortieren nach Größen bzw. das bei Natursteinen oftmals erforderliche bearbeiten kann so entfallen. Die meisten Beton-Mauersteine können sowohl mit Mörtel wie auch in reiner Trockenbauweise (Trockenmauer) verarbeitet werden.


Natursteine

Mauern aus Naturstein, Bruchsteinen oder auch Natur-Mauersteinen gehören aufgrund ihrer vergleichsweise hohen Kosten für das Material, den aufwendigen Aufbau, aber auch wegen ihrer hohen Beständigkeit gegen Umwelteinflüsse und dem natürlichen Aussehen zur Königsklasse der Hangbefestigungen. Waren Natursteinmauern für frühere Generation oftmals die einzige Möglichkeit zu Befestigung von Hängen und Böschungen, fristen sie heutzutage nur noch ein Nischendasein bei Gartenfreunden oder in ökologisch ausgerichteten Großbauprojekten.

Natursteine müssen vor dem Verarbeiten zwar oftmals noch bearbeitet werden, können aber ähnlich wie Beton-Mauersteine im Mörtel- oder Trockenmauerverfahren verarbeitet werden. Der typische Klassiker ist eine aus Natursteinen gefertigte Trockenmauer.



Aufgrund der Vielzahl an Möglichkeiten, aber auch den damit verbundenen Aufwänden und Kosten waren wir lange Zeit unentschlossen, für welche Art der Hangbefestigung wir uns entscheiden sollten. Preiswert und stabil, einfach und schnell, modern oder doch lieber naturnah ...

Letztendlich war das Projekt 'Trockenmauer' aus dem Baublog von B&S ausschlaggebend für unsere Entscheidung. Was die Zwei da auf die Beine gestellt haben sieht wirklich gut aus. Die a
nthrazitfarbenen Schiefersteine können wir uns sehr gut in unseren Garten vorstellen.

Terrasse selber bauen - Schotter einbringen und verdichten

Nach dem Setzen der Randsteine, wird der Schotter eingebracht. Insgesamt haben wir 8  (ca. 14 t) Naturstein Schotter 0-32 mm verarbeitet. Den eigenen Bedarf an Schotter bzw. Splitt kann man ganz bequem mit einem Online Bedarfsrechner ermitteln.




Die klassische Form für einen Terrassenunterbau ist eine Drainageschicht aus Schotter (0-32 mm) sowie eine Ausgleichsschicht aus Splitt (0-5 mm).
Den Schotter haben wir mit einer handelsüblichen Schubkarre bewegt. Die Schubkarre hat ein Fassungsvermögen von ca. 80 Liter. Bei einem zu bewegenden Volumen von 8000 Liter (8 m³) sind das rund 100 Schubkarren mit einem Gewicht von 136 kg (Umrechnungsfaktor 1,7).

Vor dem Verfüllen mit Schotter sollte man unbedingt der Sitz der Noppenbahn kontrollieren. Wir mussten hier aufgrund von Beschädigung bzw. nicht bündigen Abschluss einiges ausbessern.



Im Anschluss muss der Schotter verdichtet werden, um ein stabiles und dauerhaftes Fundament für den Terrassenbelag zu gewährleisten. Für diesen Arbeitsschritt genügt eine 100 kg Rüttelplatte, wie sie in den meisten Baustoffhandlungen zum Ausleihen angeboten werden.

Wann die tragende Schicht aus Schotter im ausreichenden Maß verdichtet ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich habe gerüttelt bis der Tank leer war, allerdings nicht, weil dies unbedingt erforderlich gewesen wäre, sondern weil es mir einfach Spaß gemacht hat : )


Nach dem Verdichten der tragenden Schotterschicht wird die sogenannte Ausgleichsschicht in Form von Splitt eingebracht. Wir haben hierfür Edelsplitt mit einer Körnung von 2-5 mm verwendet. Dieser leitet aufgrund der größeren Körnung anfallendes Sickerwasser schneller ab. Splitt mit einer Körnung 0-5 mm lässt sich im Terrassenbereich allerdings genauso problemlos verwenden.

Splitt neigt zum schwimmen, dass heißt in Bereichen mit größerer Belastung wird er im Laufe der Zeit zur Seite gedrückt, was zu unschönen Spurrillen bzw. der Beschädigung des Belages führen kann. Deshalb empfiehlt man im Bereich von Einfahrten z.Bsp. eine Ausgleichsschicht von ca. 3 cm Dicke. Im Terrassenbereich sind aber aufgrund der geringen zu erwartenden Belastungen Splittschichten bis 10 cm möglich.

Fortsetzung: Verlegen der Terrassenplatten

Elektronische Füllstandsanzeige für Zisterne & Wassertank


Die digitale Füllstandsanzeige von Graf bzw. Garantia (Garantia 202038) ist für Regenwasser Zisternen aus Beton sowie für Wassertanks aus Kunststoff bis 3 m Höhe geeignet. Als Messverfahren findet die Kapazitive Füllstandsmessung Anwendung.

Die Signale des Sensorkabels werden über eine Datenleitung (bis 20 m Länge) übertragen. Dies ist zwar bei der Installation etwas aufwendiger, garantiert aber eine bessere und funktionssichere Übertragung.

Hier kann man einen Blick in das Benutzerhandbuch der Garantia Füllstandsanzeige werfen.

Das Zeitfenster, in welchen die Arbeiten zum Abdichten der Zisterne durchgeführt wurden, habe ich genutzt, um die Zisterne gründlich zu reinigen und das Sensorkabel für die Füllstandsmessung zu installieren.




















Die Datenleitung für die Signalübertragung endet in der Speisekammer. Die Verlegung des Kabels habe ich bereits beim Ausbau des Hauses berücksichtigt. Aktuell gibt es noch keinen festen Platz für die Füllstandsanzeige. Zu einem späteren Zeitpunkt wird sie an einer Wand direkt neben der (noch nicht vorhandenen ) Steuerung für die Bewässerungsanlage befestigt.

Die Inbetriebnahme der Füllstandsanzeige war denkbar einfach. Einschalten, Kalibrieren, Fertig!








Terrasse selber bauen - Setzen der Randsteine

Bevor man mit den eigentlichen Arbeiten für den Terrassenbau beginnen kann, muss der zukünftige Bereich der Terrasse ausgekoffert werden. Wir haben diese Arbeiten mit einem Minibagger ausgeführt. Das Planum haben wir im Anschluss mit einer Profi-Rüttelplatte (1000 kg) verdichtet. Auch über die Verlegung von Elektrokabeln, Rohre für die Bewässerungsanlage etc. sollte man sich bereits zu diesem Zeitpunkt Gedanken machen. Wenn die Randsteine erst einmal stehen ist die nachträgliche Verlegung aufwendiger.

Das weite Feld der Zahlen ist in unserem Haushalt fest in Tanjas Hand. Sie ist als Diplom Mathematikerin sowieso dafür bestimmt und die Erfahrungen in der Bauzeit haben gezeigt, dass meine Mess- und Rechenkünste den Begriff Toleranzbereich in dem ein oder anderen Fall mehr als übermäßig strapaziert haben. Nachdem Tanja also die Zahlen für die Außenabmessungen der Terrasse geliefert hat, ging es an das Abstecken des Schnurgerüstes.

Die Erstellung des Schnurgerüstes hat sich als recht knifflig herausgestellt. Nach dem theoretischen Durchspielen verschiedener Möglichkeiten, haben ich mich für die aus unserer Sicht einfachste Lösung entschieden.

Zuerst haben wir die Außenmaße der Terrasse abgesteckt, dabei haben wir die Ecken mit einem großen, aus Holzleisten selbst gebauten, 90° Winkel auf Rechtwinkligkeit überprüft.

Im Anschluss muss das Höhenmaß bestimmt werden. Früher wurde hierfür eine Schlauchwaage verwendet. Heutzutage erledigt diese Aufgabe ein Linienlaser. Der Linienlaser von Bosch verfügt über eine automatischer Selbstnivellierung, was das Aufstellen und Ausrichten ziemlich einfach gestaltet.
Nach dem Übertragen des Höhenmaßes auf das Schnurgerüst, kann man das gewünschte Gefälle der Terrasse bestimmen. Wir haben uns für ein Gefälle von 2 cm pro Meter entscheiden. Bei einer Terrassentiefe von ~3,80 m ergibt das eine Differenz von ~7,5 cm. Die 7,5 cm werden jetzt an der Seite mit dem tiefsten Gefälle vom übertragenen Höhenmaß abgezogen und die Maurerschnur mittels der korrigierten Höhenmarkierungen neu gespannt.
Wir haben Beton Randsteine in anthrazit bestellt, passend zu dem Farbton der Terrassenplatten. Geliefert wurden Tiefbords vom Hersteller EHL in den Maßen 100 x 8 x 25 cm. Die Verarbeitungsqualität der Tiefbords war enttäuschend. Am linken und rechten Rand gibt es jeweils einen dicken Grad, welcher sich nur schwer entfernen lässt und das Gesamtbild nach der Verlegung negativ beeinträchtigt.

Ein Tiefbord wiegt immerhin 48 kg, was ich zum Zeitpunkt der Verlegung glücklicherweise noch nicht wusste. Das erklärt allerdings, warum die Dinger so sau schwer waren und ich abends immer total kaputt ins Bett gefallen bin.


Die Randsteine werden in ein Bett aus Magerbeton gestellt. Den Magerbeton haben wir im folgenden Verhältnis selbst hergestellt:


     - 12 Schaufeln Kies (0-16),
     - 3 Schaufeln Zement,
     - ca. 5 Liter Wasser


Die Menge des zugegebenen Wasser hängt allerdings sehr von der Feuchte des Zuschlags ab.

Eine Mischung in der oben aufgeführten Menge hat in der Regel für das Setzen eines Randsteines ausgereicht. Dazu muss man allerdings anmerken, dass wir pro Randstein eine recht große Menge Beton verbaut haben. Wenn man die Belastungen im Bereich der zukünftigen Terrasse betrachtet, hätte sicher die halbe Menge an Beton pro Randstein vollkommen ausgereicht.
Das Setzen der Randsteine ist theoretisch relativ einfach, praktisch aufgrund des recht hohen Gewichts (48 kg) pro Stein aber eine ganz schöne Plackerei. 

  1. Der Beton wird mit einer Schubkarre an den zukünftigen Stellplatz des Randsteins (Tiefbord) geschüttet.
  2. Im Anschluss verteilt man den Beton auf die gewünschte Breite und formt mit einer Schaufel ein provisorisches Bett für den Randstein.
  3. Der Randstein wird in das Beton-Bett gestellt und mittels eines Gummihammers und einer Wasserwaage an der Richtschnur ausgerichtet. Das angestrebte Gefälle haben wir mit einer Gefälle-Wasserwaage überprüft. Die Randsteine dürfen nicht Stein an Stein gesetzt werden, sondern mit einer Fuge von mind. 2 mm.
  4. Nachdem der Randstein ausgerichtet wurde, wird der restliche Beton um den Randstein angehäuft, leicht verdichtet und mit einer Keller glatt abgezogen.
Im Bereich der Ecken bleibt es leider nicht aus, dass man Randsteine schneiden muss. Ich habe die 8 cm dicken Randsteine mit einem Winkelschleifer mit 230 mm Diamant Trennscheibe geschnitten. Der Makita Winkelschleifer schneidet durch die Randsteine, wie ein heißes Messer durch Butter. Für das Schneiden der Randsteine im Bereich der Terrasse, dem Weg zur Terrasse und der Sauberkeitsschicht um das Haus hat eine Diamant Trennscheibe vollkommen ausgereicht bzw. diese werde ich auch demnächst nicht so schnell wechseln müssen.
Fortsetzung: Schotter einbringen und verdichten

Regenwasser Zisterne mit Dicht-Schlämme abdichten

Nachdem wir die Zisterne freigelegt hatten, um die Regenwasserzuleitungen in Stand zu setzen, habe ich mich dem eigentlichen Problem gewidmet - der undichten Zisterne.

Bei der Lieferung der Regenwasser Zisterne wurde uns empfohlen, beim Setzen Brunnenschaum zum abdichten zu verwenden. Ich war damals froh über diesen Rat und habe ihn nicht weiter hinterfragt, zumal bei den Verwendungszwecken auf der Brunnenschaum Dose genau dieser Einsatzfall angegeben war. Obwohl ich mir aus damaliger Sicht Mühe gegeben habe, den Brunnenschaum sauber zu verarbeiten (Beton befeuchtet, zwei Reihen auf die Nut aufgetragen), war das Ergebnis im Nachhinein ernüchternd.
An einer Stelle waren sogar Pflanzenwurzel in die Zisterne gewachsen.

Das richtige Vorgehen beim Setzen der Zisterne wäre gewesen, den Zisternendeckel in eine Mörtelschicht zu setzen und nach dem Setzen alle Fugen (Innen und Außen) sauber mit Mörtel zu verspachteln. Dafür war es jetzt allerdings zu spät, so dass ich mein Hauptaugenmerk auf die innere Fuge zwischen Zisternenkörper und Zisternendeckel gerichtet habe.

Im ersten Arbeitsgang habe ich die Fuge in mehreren Durchläufen mittels Bürste, Spachtel und warmen Wasser gründlich von organischen Material, Schmutz und überstehenden Schaumresten befreit.

Im zweiten Arbeitsgang habe ich die Fuge großzügig mit Mauermörtel geschlossen und dabei mein bestes gegeben, um eine annehmbare Hohlkehle auszuformen. Der Zisternendeckel neigt sich um etwa 45°, zudem ist die Zisterne rund, so dass man quasi an einer 'runden Ecke' arbeitet. Deshalb habe ich den Mörtel aus Platzgründen mit einem breiten Spachtel aufgetragen, anstatt mit einer Kelle.

Nachdem der Mörtel ausgehärtet war habe ich die eigentliche Abdichtung aus Dicht-Schlämme aufgetragen. Zum Einsatz kam Sopro DS 422 Dicht-Schlämme.



Im dritten Arbeitsgang habe ich die Dicht-Schlämme aufgetragen. Dies wird laut Verarbeitungshinweis in zwei Schritten durchgeführt. Im ersten Schritt habe ich zuerst eine dünnflüssige Schicht Dicht-Schlämme mithilfe einer Deckenbürste (Quast) als Haftbrücke aufgetragen und direkt im Anschluss die eigentliche Schicht Dicht-Schlämme, ebenfalls mittels einer Deckenbürste.


Im zweiten Schritt habe ich 2 Sunden später im Bereich der Fuge noch einmal eine Schicht Dicht-Schlämme mittels Spachtel aufgetragen. Eigentlich bin ich überzeugt, dass die erste Schicht bereits die erforderliche Dichtigkeit hergestellt hat, aber "sicher is sicher" ; )

Nach einer angemessenen Trocknungszeit habe ich die Zisterne mit Regenwasser geflutet und der Pegel liegt seit dem konstant bei 100%.

Köbig Alzey Garten Ausstellung




Nach unseren Besuchen in den Mustergärten der Hersteller EHL und KANN waren wir immer noch unentschlossen. Was uns fehlte war eine fachmännische Beratung. Deshalb fuhren wir zu der KÖBIG Garten Ausstellung in Alzey.

Mit dem was wir dort in Sachen Beratung erlebt haben könnte ich ganze Beiträge füllen, aber Bewertungen in diese Richtung sind nicht das Ziel dieses Blogs.



Die einem Baustoffhändler angegliederte Musterausstellungen hat den Vorteil eines segmentübergreifenden Angebotes (Naturstein, Beton, Holz). Dieses ist verständlicherweise in den einzelnen Bereich nicht so breit aufgestellt wie bei den jeweiligen Herstellern, ermöglicht aber einen guten Überblick darüber was generell alles möglich ist.
Prinzipiell sollte es auch möglich sein, hier eine Beratung bzgl. der Vor- und Nachteile einzelner Materialen oder der baulichen Ausführung bestimmter Projekte zu erhalten, im besten Fall sogar Kombinationsmöglichkeiten oder Gestaltungsvorschläge.

Neben den üblichen Belägen aus Beton oder WPC werden auch verschiedene Platten aus Naturstein ausgestellt (Bild rechts unten). Die sehen richtig schick aus, sind mit Preisen ab 100 €/qm aber auch richtig teuer. Außerdem hat Naturstein als Gehwegplatte meiner Meinung nach den Nachteil, dass das Material schnell altert bzw. nach einiger Zeit schmuddelig wirkt.

Im Bereich der Betonmauersysteme ist das Angebot umfassend, Trockenmauern bzw. alternative Abgrenzungsmöglichkeiten sind dagegen etwas rar gesät. Ich denke, dass hier die Wahl der Ausstellungsstücke stark von den Verkaufszahlen bestimmt wird. Wer kauft Naturstein schon im Baustoffhandel, wenn Steinbrüche oft nur einen Bruchteil des Preises verlangen. 


Die Gestaltung der ausgestellten Musterterrasse hat uns angesprochen und ich hatte irgendwie Lust daraus verschiedene Elemente zu übernehmen. Von diesem Gedanken sind wir später allerdings schnell wieder abgekommen. Die 10 cm dicken und 1 m langen Randsteine sind vom Gewicht her selbst für zwei Personen schwer zu händeln, von der großen Betonplatte einmal ganz abgesehen. Der die Terrasse umlaufende Streifen mit Ziersteinen lockert das Gesamtbild auf und wirkt attraktiv, allerdings fungiert er auch ausgezeichnet als Schmutzfang (wie man auf dem Bild sehr gut sieht).

Ein Thema darf in einer Muster-Garten-Ausstellung natürlich nicht fehlen - 'Wasser im Garten'.

Der gezeigte Teich wirkt aufgrund der verwendeten natürlichen Baumaterialien und trotz seines deutlich erkennbaren künstlichen Ursprungs angenehm harmonisch und würde sich sicher auch gut in einen Naturgarten integrieren.

Auch wenn mir das Thema 'Wasser im Garten' wichtig ist - ein Teich wäre definitiv zu viel des Guten. Zu viel Wasser, zu viel Pflegeaufwand und zu viele endgültig geschaffene Tatsachen ...

Da bieten die ausgestellten Steinblöcke in Findlingsgröße doch eine gute Alternative. Mit einer entsprechenden Bohrung und einer geschickten Platzierung im Garten bietet ein Quellstein neben dem gewünschten Nass auch einen schicken Blickfang. Also habe ich einen schönen Stein ausgesucht, mich direkt verliebt und in Gedanken schon den passenden Stellplatz gefunden.
Nur noch ein kurzer Blick auf das Preisschildchen ... 1500 € ... zugegebenermaßen habe ich direkt noch einmal nachgeschaut. Irgendwie hatte ich das Gefühl (oder die Hoffnung), dass sich dort irgendwo ein vergilbtes Komma versteckt. Und dann noch ein Blick auf ein benachbartes Preisschild ... 1700€. Damit war das Thema für mich erst einmal beendet.

Unseren eigentlichen Anliegen, einer Beratung in Bezug auf den zukünftigen Belag unserer Terrasse, sind wir erstaunlicherweise in unseren beiden Besuchen nicht näher gekommen. Rückblickend muss ich fast schmunzeln, wenn ich daran denke wie professionell man quasi jede Beratung vermieden hat und wir haben wirklich einiges versucht, um Informationen aus dem / der Berater/in herauszukitzeln.

Ganz umsonst waren unsere Ausflüge in die KÖBIG-Service-Wüste dann aber doch nicht. Bereits im KANN Mustergarten hatten wir zwei Platten gefunden, welche uns eigentlich ganz gut gefielen. Diese konnten wir in der Ausstellung noch einmal ausgiebig in Augenschein nehmen.   

Entschieden haben wir uns letztendlich für die Platte Madison in midnight black. Das Design ist schlicht und damit zeitlos. Die Oberfläche ist durch die spezielle Behandlung (geschliffen & gestrahlt) angenehm glatt und trotzdem rutschhemmend. Wichtig war uns auch die permanente CleanKeeper Versiegelung. Diese verspricht auch in vielen Jahren noch eine ansprechende Optik der verlegten Platten.

Nachdem wir die KÖBIG Mitarbeiter schon mit unseren Wunsch nach einer Beratung belästigt hatten, wollte wir sie nicht auch noch mit den Formalien einer Bestellung quälen. Deshalb durfte sich der Raiffeisen Baustoffhandel über den Auftrag für die Lieferung des Materials unserer Terrasse freuen : )

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