Regenwasser Zisterne undicht

Nach dem Verfüllen der Baugrube war das Thema Zisterne für uns eigentlich erledigt.

Schnell stellte sich jedoch heraus, dass der aufgesetzt Konus (Schachtaufsatz) nach dem Begradigen unseres Grundstücks, im Zuge der abschließenden Geländemodellierung, ca. 20 cm aus dem Boden ragen würde. Außerdem erreichte der Wasserpegel nie seinen Höchststand, sondern blieb konstant auf Höhe der Fuge zwischen Zisternenrumpf und oberer Abdeckung stehen.
Eine undichte Zisterne an sich ist kein Beinbruch, wenn da nicht die Nebenwirkungen wären. Die tausende Liter Regenwasser, welche im Verlauf des Jahres in das Erdreich gelangten, haben dafür gesorgt, dass sich die Erde im Umkreis der Zisterne um ca. 10 - 15 cm gesetzt hat. Das Wiederum hatte verhängnisvolle Folgen für die Anschlussrohre.

Als unser Nachbar zufällig einen kleinen Bagger zur Verfügung hatte, habe ich die Gelegenheit genutzt und den oberen Teil der Zisterne freigelegt. Beim Anblick der Zuleitung, an welche die Dachentwässerung angeschlossen ist, wurden meine Befürchtungen bestätigt. Das Rohr war abgeknickt und im weiteren Verlauf sogar gesplittert.
Um den Anschluss wieder in Stand zu setzen mussten wir die Zuleitungen weiträumig freilegen. Glücklicherweise gab es kurz bevor wir die Rohre wieder anschließen konnten einen kräftigen Sturzregen, so dass das gesammelte Regenwasser der beiden Dachflächen den Arbeitsbereich kurzerhand in eine Schlammgrube verwandelte. Die Arbeit an sich ist schon kraftraubend, aber bei eisigen Temperaturen, bis auf die Haut durchgeweichten Klamotten und Schlamm, welcher langsam von oben in die Gummistiefel läuft macht das Ganze erst richtig Spaß ; )
Auch die Druckleitung, welche die Tauchmotorpumpe 'Fontana L' mit der Entnahmestelle verbinden soll, hatte sich gelöst. Damals, als absoluter Baulaie, fand ich die Idee toll in die Leitung eine Verschraubung einzubauen. Das sollte die späteren Anschlussmöglichkeiten flexibler gestalten.

Heute weiß ich, dass die einfachsten Lösungen auf lange Sicht die besten Ergebnisse liefern und beim Hausbau geht es um Strukturen, welche oft viele Jahrzehnte halten müssen. Deshalb habe ich nun eine durchgehende Leitung von der Tauchmotorpumpe nach außen gelegt. Diese ragt aus dem Erdreich und wartet auf ihre weitere Verwendung.



Vor dem Verfüllen der Baugrube haben wir den alten, zu hohen Schachtaufsatz (Konus) entfernt und einen neuen Schacht erstellt. Dazu haben wir 4 Schachtringe mit je 10 cm Höhe sowie die Schachtabdeckung in ein Mörtelbett gestellt und die Fugen sauber mit Mörtel verspachtelt. Im Anschluss habe ich noch eine Noppenbahn zum Schutz gegen Feuchtigkeit um den Zugangsschacht gestellt.
Nach dem Ende der Arbeiten haben wir die offene Grube ca. 2 Wochen abtrocknen lassen, bevor wir mit dem Verfüllen begonnen haben. Aufgrund der Tatsache, dass das Erdreich in Höhe der Zisterne stark durchfeuchtet ist, sind die Prognosen für die nächste Zukunft schlecht. Es wird sicher wieder zu Setzungen des Erdreichs kommen, aber nicht in dem Ausmaß wie in der Vergangenheit.

























Weiter geht es mit Regenwasser Zisterne mit Dicht-Schlämme abdichten.

Kommentare:

  1. Es bleibt einem aber auch nix erspart, oder? Ich drück die die Daumen für "wenig Setzung"...

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    1. Mein Resümee ist eher: "Wenn man sich nicht um alles selber kümmert" ; )

      Wir haben die Zisterne vom Tiefbauer setzen lassen und bzgl. der Abdichtung mit Brunnenschaum habe ich mich auf den Ratschlag des Fahrers verlassen, welcher die Zisterne geliefert hat. Er hatte passender Weise auch gleich eine Dose Brunnenschaum dabei, welche er für einen geringen Aufpreis verkauft hat.

      Damals war ich dankbar für den Rat, dann musste ich mich nicht auch noch um das Thema kümmern. Jetzt habe ich dafür mit einem außerplanmäßigen Arbeitseinsatz bezahlt ; )

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